Karikaturen und Cartoons

von Roger Schmidt

Karikaturist Roger Schmidt

Flüchtlinge stürmen EU-Aussengrenzen

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Die EU-Aussengrenzen zu attackieren, ist ein Angriff auf die Souveränität Griechenlands.
Karikatur, Cartoon: Flüchtlinge stürmen EU-Aussengrenzen © Roger Schmidt

Karikatur, Cartoon: Flüchtlinge stürmen EU-Aussengrenzen

Es gibt mittlerweile Videos, die zeigen, wie Migranten an der Grenze zusammen!!! mit türkischen Polizisten versuchen, die Außengrenzen der Europäischen Union zu durchbrechen. Es sind Bilder, die einen Angriff auf die Souveränität Griechenlands, auf die EU zeigen. Flüchtlinge, die Steine werfen, Reifen anzünden, mit Steinschleudern die griechische Feuerwehr angreifen, Brandsätze werfen und den Grenzzaun niederreißen.

Was bei diesen Bildern aber auch schnell untergeht: der Hauptschuldige für das, was an Griechenlands Grenzen zur Zeit passiert, ist Erdogan. Flüchtlinge sind für ihn und seine osmanischen Großmachtsträume nur Mittel zum Zweck, oftmals an die Grenze gelockt, mitunter sogar gezwungen.

Auch bleibt die Frage, was die EU getan oder unterlassen hat, dass eine solche Situation entstehen konnte. Wir sind aufgrund der geografischen Nähe und der voranschreitenden Globalisierung auf Gedeih und Verderb mit der Türkei, dem Nahen Osten, Nordafrika, Iran und anderen Ländern verbunden. Turteln mit Diktatoren, Stabilisieren von Autokraten und Diktaturen scheint jedenfalls nicht zu funktionieren, sondern produziert vielmehr Flüchtlingsströme. Und Grenzzäune halten nur, solange Bereitschaft und Wille da sind, diese zu verteidigen. Irgendwann wurde auch der Limes löchrig.

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2 Antworten

  1. Sehr geehrter Herr Schmidt,
    eine kleine Anmerkung zum altrömischen Limes. Der Limes bestand in der Regel aus in den Boden eingelassenen Palisaden mit einer Rodungsfläche davor und dahinter und war nie als wehrhafte Anlage zur Verteidigung sondern lediglich als Annäherungshindernis gedacht. Militärisch bedeutsam waren hingegen die Wachtürme am Limes. Sie waren die Warnstationen die einen Aufmarsch größerer Truppenteile im freien Germanengebiet je nach Stärke mit Licht- und Rauchsignalen an das nächste kleine Reiterkastell (Ala) bzw. bei großen eindringenden Gruppen zur Weiterleitung an das nächstgelegene Legionslager richteten. Die von Ihnen so bezeichneten Löcher sind also wohl öfter entstanden und halt wieder geflickt worden. Die zweite Funktion des Limes war eine wirtschaftliche: an den Toren wurde Zoll erhoben und die hereinkommenden Germanen auch kanalisiert.
    Freundliche Grüße aus der ehemaligen Provinzhauptstadt Raetiens, Augusta Vindelicorum, heute als Augsburg geläufig
    Hermann Oswald
    PS ich bewundere ihren Mut so in der Nähe eines Hauptquartiers marodierender von jeder Verfolgung freigestellter linker Schlägertruppen

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