Karikaturen und Cartoons

von Roger Schmidt

Karikaturist Roger Schmidt

Dax im Höhenflug

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Die Börse jubelt, der Dachs klettert und klettert, obwohl er doch zur Zeit eher unter der Erde lebte und nach tieferem strebte. Da ist er also nach den Verlusten der letzten Wochen aus dem Loch gekommen, auf der Suche nach etwas Tageslicht und freut sich ob der Kursge-winne. Dax, Dow, Nikkei, Nasdaq und wie sie alle heissen, steigen ordentlich. Ein wenig Skepsis ist dabei. Wie lange noch? Und steht das Geld zur Rettung der sabbernden und gierenden Banken schon bereit?
Karikatur, Cartoon: Dax im Höhenflug, © Roger Schmidt

Karikatur, Cartoon: Dax im Höhenflug

Die Finanzkrise, die die Welt mit Spannung beobachtet hat, hat die Politik ordentlich auf Trap gebracht. So ein bisschen sieht’s aus, als wenn allerorts immer neue Notstandsgesetze aus dem Boden gestampft werden. Soooo viel Geld. Was könnte man damit alles Schönes machen? Zum Beispiel in der dritten Welt all die korrupten Politiker kaufen und mit Wein, Weib und Geld im Exil zur Ruhe setzen…
Angeblich bedroht diese Finanzkrise unser politisches System. Nur weil geldgierige Bankmanager das Vertrauen in die Finanzmärkte unterlaufen haben? Wird hier mit Geld Vertrauen gekauft? Werden hier etwa verschuldete Unternehmen mit Steuergeldern aufgepeppelt und am Leben erhalten, damit sich die Vorstände nachher wieder gute Tantiemen zahlen können?
Kernaufgabe der Politik ist es, dass sich die Wirtschaft in einem festgeschrieben Rahmen bewegt. Das dieser Rahmen völlig verzerrt ist, lässt sich an der Finanzkrise deutlich erkennen. Da kann die Schuld nicht nur in Amerika liegen – hierzulande sind ja auch die Banken bedroht. Also hat auch deutsche Politik ihre Aufgaben nicht erfüllt…
Ich persönlich gebe nicht so viel auf den Freudentaumel an der Börse. Noch ist nicht sicher, ob es nicht doch zur befürchteten Kreditklemme kommt und die Realwirtschaft mit in die Tiefe gerissen wird. Dann ist das ganze Rettungspaket mit den vielen Kröten futsch… und unsere Kinder dürfen dann die Scherben aufräumen. Aber das müssen die ja sowieso schon. Will ja schließlich keiner uns, das unsere Kinder arbeitslos werden…

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