Karikaturen und Cartoons

von Roger Schmidt

Karikaturist Roger Schmidt

Anforderungen an den Projektleiter

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Projektleiter sind Experten für den Umgang mit ungelösten Aufgaben. Oft mit unsicherem Ausgang. Hier ist Mut zum Aufbruch zu Neuem und Unbekannten gefordert. Und das braucht Helden. Mit der Bereitschaft zum Heldentod…
Karikatur, Cartoon: Anforderungen an den Projektleiter, © Roger Schmidt

Karikatur, Cartoon: Anforderungen an den Projektleiter

Projektleiter, ein Job bei dem man gewinnen kann. Vorausgesetzt, man erreicht das Ende der Leiter. Neben Erschöpfung wäre als Risiko noch die Team-Mitarbeiter zu nennen. Häufig hat der Projektleiter keinen technischen Hintergrund. Mangels einer solchen Kompetenz ist er der Häme des Teams gnadenlos ausgesetzt. Ein Zitronenfalter faltet Zitronen, ein Geschäftsführer führt Geschäfte und ein Projektleiter leidet an Projekten. Vielleicht sind Projektleiter deshalb so froh, wenn mal ausnahmsweise ein gutes Verhältnis zum Team besteht und werten die gegenseitige Wertschätzung als Erfolg ihrer Arbeit, wie die Studie zum Heldenprinzip der Universität der Künste Berlin aufzeigt.

Projektleiter sind also Helden. Und Heldentum wird als Sinnbild für Mut, Schöpferkraft, Risikobereitschaft und Tatkraft betrachtet. Damit sind die Anforderungen an den Projektleiter eigentlich auch schon beschrieben. Nur wie wird man zum Helden? Einfache Lösungen wären: durch Geburt, Ernennung, Doktortitel oder Vorgesetztenrolle. Komplizierter wird es, wenn bisher keiner den Job machen wollte. Dann ist man zwar ein Held, stirbt wahrscheinlich aber auch einen baldigen Heldentod…

Der Projektleiter nicht als Held, sondern als Feigling? Ängstliche Menschen neigen dazu, überall Gefahren, Kränkungen und andere Subversivitäten zu sehen. Die Stärke, Risiken einzugehen, gehört hier nicht zu den herausragenden Fähigkeiten. Hier hilft die tägliche Einnahme von Alkohol, am besten schon zum Frühstück. Das schafft Vertrauen in das Unbekannte und die ständige Fahne verleiht den nötigen Stolz über das eigene Potential. Man nennt Projektleiter eines solchen Typs „Kleiner Feigling“.

Der Projektleiter braucht Erfolg. Wie wird dieser Erfolg gemessen? Narzisstische Selbstangaben wären: ständiges Schulterklopfen durch die Stakeholder, Huldigungen der Projektmitarbeiter oder Herausforderungen lösen, die ohne das Projekt nie entstanden wären.

Der Held braucht Zuschauer. Für seinen Heldentod. Und seinen Mythos.

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