Karikaturen und Cartoons

von Roger Schmidt

Karikaturist Roger Schmidt

Weiße Leben zählen nichts

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"White lives don't matter" oder besser: postkolonial Erbrochenes.
Karikatur, Cartoon: Weisse Leben zählen nicht © Roger Schmidt

Karikatur, Cartoon: Weiße Leben zählen nichts

„White Lives Don’t Matter“ twitterte Priyamvada Gopal, Professorin an der University of Cambridge. „Weiße Leben zählen nicht“ und legte nach „Weißsein abschaffen“.

Zuvor erstach ein 25-jähriger Libyer in einem Park im englischen Reading drei weiße Männer, kurz nachdem an der selben Stelle  eine „Black Lives Matter“-Demo stattgefunden hatte. Ungeachtet dessen bekundeten die Fußballspieler von Burnley und andere ihre Solidarität mit der „Black Lives Matter“-Bewegung im Stadium von Manchester mit einem Kniefall. Ein Kleinflugzeugpilot nahm das wohl zum Anlass, eine Flugrunde mit dem Plakat „White Lives Matter Burnley“ zu drehen, um Burnley ein wenig zum Nachdenken aufzuregen. Was natürlich übelste Hasspropaganda darstellt, den Weißsein ist der Teufels.  Der wird übrigens üblicherweise schwarz dargestellt. Manchmal rot. Fragt sich, wie lange noch…

Der Versuch sein Weißsein abzulegen ist aber gar nicht so einfach. Die Anzahl der Hauptpigmente pro Quadratzentimeter sind irgendwie festgelegt. Und verzweifelte Versuche, durch Abdunkeln mit diversen Cremes sich seiner kolonialen Schulden zu entledigen, verbietet sich als kulturelle Aneignung. Allein schon das Wort Kolon weist auf die braune Masse hin.

Aber glücklicherweise kann hier geholfen werden. Denn jene Professorin sieht sich als Spezialistin fürs Postkoloniale, Genderiale, Feminale und Marxismus ist bei ihr auch ganz oben auf. Mal ganz davon abgesehen, dass sich ihr Wikipediaprofil im Minutentakt ändert, kann man dort, zumindest zur Zeit noch, lesen, dass die weiße Hautfarbe keine biologische, sondern eine kulturelle Kategorie ist. Man mag das als umgekehrten Rassismus verstehen, nur zeigt unsere Politik- und Medienlandschaft kein sonderliches Interesse an einer solch kruden Betrachtungsweise. Vielmehr wird uns das Weißsein als koloniale Schuld auferlegt. Ich frag mal meine Großmutter. Die hatte als Schneiderin in Marienburg mit ihrer Arbeit vor dem Krieg die Familie notdürftig übers Wasser gehalten, während sich mein Großvater als Tagelöhner verdingte. So sieht koloniale Schuld aus…

Mittlerweile hat Twitter den Hasstweet von Frau Gopal entfernt, aber trotzdem: weiße Frauen und Männer, kniet nieder und lasst euch wegmachen!

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2 Antworten

  1. Und… “ wer nicht genau weiß, wohin er will, der darf sich nicht wundern, wenn er ganz woanders ankommt“

    So Mark Twain

  2. Ach weißt Du, letztlich ist jedes Wesen dazu verdammt, nach den Erfahrungen zwischen seinen Wahrnehmungen und seinen Wahrgebungen, leben zu müssen.

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