Karikaturen und Cartoons

von Roger Schmidt

Karikaturist Roger Schmidt

Unterdrückung in Tibet

Share on email
Share on print
Im Jahr der Olympiade, die von China ausgerichtet wird, kommt es zum großen Showdown in Tibet - ein offener Aufruhr der Tibeter gegen ihre Besatzer eskaliert zu einem Machtkampf zwischen dem Freiheitswillen des tibetischen Volkes und der kommunistischen Regierung Chinas. Mittlerweile droht China den geknechteten Tibetern mit einem Kampf auf Leben und Tod, wenn sie ihre Proteste nicht einstellen - und dass China es bitterernst meint mit solchen Äußerungen, kann man an der Härte erkennen, mit der gegen Regimegegner im eigenen Land geknüppelt und verfolgt wird oder wo aufständische Studenten bei dem Massaker auf dem Tiananmenplatz vor nunmehr fast 19 Jahren rücksichtslos niedergeschossen wurden.
Karikatur, Cartoon: Unterdrückung in Tibet, © Roger Schmidt

Karikatur, Cartoon: Unterdrückung in Tibet

China als eines der letzten kommunistischen Länder dieser Welt wird alles dafür tun, keinerlei demokratische Bewegung im eigenen Land zuzulassen und dazu gehört auch die immerwährende Unterdrückung von Religion und Freiheit. Der Buddhismus ist fast gänzlich zerstört in Tibet – wo früher Pilgerpfade waren, sind jetzt in Tibets Hauptstadt Lhasa moderne Autostrassen, die angesiedelten Chinesen wohnen in den besten Häusern und Wohngegenden, während die heimischen Tibeter verarmt slumähnlich, oft unter Wellblech, hausen müssen – ist es da ein Wunder, dass die jungen Tibeter gerne auch ein Stück vom Kuchen haben wollen, wobei sie auch noch unterbezahlt die Drecksarbeit für die Chinesen machen!? Jahrzehntelange Unterdrückung sucht ein Ventil – ein Volk steht auf gegen Unrecht.
Aber was bedeutet dann der Appell des Dalai Lama, friedlich gegen China zu protestieren und seine deutliche Mahnung an das eigene Volk, bei ausufernder Gewalt als politisches Oberhaupt zurückzutreten? Der Dalai Lama scheut sich scheinbar vor zu viel Kritik gegen China, auch wenn er von einem „ kulturellen Völkermord“ spricht, er strebt auch keine volle Autonomie Tibets in dem Sinne an, dass er die chinesische Herrschaft akzeptiert; dadurch macht er wohl einen Spagat zwischen Politik und Religion, der für den westlichen Demokraten eher wie ein Einknicken wirkt. Aber gerade der Dalai Lama wird einen entscheidenden Anteil daran haben, ob die einmalige Chance, die Tibet jetzt vor den olympischen Spielen hat, so im Focus der Weltöffentlichkeit zu stehen, von den Tibetern genutzt wird, er ist der anerkannte und religiös verehrte Führer dieses Volkes . Er kann die Möglichkeit, Druck auf China auszuüben, nutzen – die Frage bleibt, wie er es tut und ob er das Bewusstsein der Menschen weltweit erreicht.

Share on telegram
Telegram
Share on facebook
Facebook
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on pinterest
Pinterest
Share on tumblr
Tumblr
Share on twitter
Twitter

Nichts verpassen! Die letzten Cartoons!

Kommentare müssen von mir erstmalig freigegeben werden. Danach kann ohne weitere Freigabe direkt kommentiert werden. Meistens schau ich einmal am Tag in meinen Blog. Wenn es mir die Zeit erlaubt oder ich etwas dazu sagen kann, antworte ich auch. Allgemein gilt, sich einfach so verhalten, wie wenn man als Gast bei Freunden eingeladen ist. Man scherzt, lacht und diskutiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Frisch angefaulter Punk
Frisch Angefaultes

Meine Cartoons unterstützen!

Cartoons sind Small Business. Und mein Geier ist immer ungrig. Helfen Sie mit, seine Art zu erhalten. Ob 1€, 5€, 10€,…, jeder Euro wird verspeist!

[wp_express_checkout product_id="9417"]

Newsletter

Im Zeitalter zunehmender Humorlosigkeit und Zensur in den sozialen Medien kann man sich schnell aus den Augen verlieren. Bleiben Sie in Verbindung. Abonnieren Sie meinen Newsletter!

In meinem Newsletter informiere ich ausschließlich über News auf meiner Internetseite. Ich verwende dazu den Dienst MailerLite. Sie können sich jederzeit aus der Liste wieder austragen.

Karikatur, Cartoon: Newsletter gegen Zensur © Roger Schmidt