Trumps Verrat an den Kurden

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Trump beendet das amerikanische Engagement in Nordsyrien - und mit den USA-treuen Kurden.
Karikatur, Cartoon: Trumps Verrat an den Kurden © Roger Schmidt

Karikatur, Cartoon: Trumps Verrat an den Kurden

Trumps überraschender Truppenrückzug aus Nordsyrien hat in Europa, aber auch in Washington einen Schock ausgelöst, der sogar die klimatischen Weltuntergangsszenarien von den Titelseiten der Zeitungen verdrängt. Die Kurden fühlen sich verraten und Erdogan freut sich ob seiner osmanischen Großmachtspläne. Obwohl es so aussieht wie eine undurchdachte Spontanität, die durchaus Potenzial hat, die Sicherheit im Nahen Ostens zu gefährden, ist der Truppenabzug doch nicht so überraschend. Voraus gegangen war eine längere Zeit des Lamentierens und ergebnislosen Diskutierens.

Trumps Entscheidung, die Truppen aus Nordsyrien abzuziehen, war  angekündigt. Und zeigt, dass es nicht klug ist, auf Amerika angewiesen zu sein oder sich dahinter verstecken zu können. Immer wieder weist Trump auf die Verantwortung Verbündeter hin. Mir dünkt, dass Europa das nicht nur im Nahen Osten gerne tut. So ist Europas Engagement eine Lösung für die von den Kurden inhaftierten IS-Kämpfer zu finden, mehr als zurückhaltend. Verständlich dass keiner diese gefährlichen Menschen will, aber einfach darauf zu vertrauen, die Kurden kümmern sich schon drum, ist bzw. war zu kurzsichtig. 

So tweete Trump am 9. Sept. 2019: „The United States has spent eight trillion dollars fighting and policing in the Middle East. Thousands of our great soldiers have  died or been badly wounded. Millions of people died on the other side. Going into the Middle East ist the worst decision ever made in the history of our country! We went to war under a false & now disprove premise, weapons of mass destruction. There were none! Now were are slowly & carefully bringing our great soldiers & military home. Our focus is on the big picture!…“ 

Man könnte es auch so sehen, das es auch europäische Waffenlieferungen sind, die es Erdogan ermöglichen, in Nordsyrien einzumarschieren, um die Kurden zu bekämpfen. Man glaube aber nicht, dass es Erdogan bei den Kurden beläßt. So bombardierten türkische Kampfjets auch die  christliche Verteidigungsgruppe MFS in Nordsyrien und das christliche Viertel Bashiria in al-Qamishli. Es wird von vielen Toten berichtet. Gemeinsam mit Kurden kämpften sie gegen IS-Terroristen. Erdogans zögerliches, wenn nicht sogar unterstützendes Verhalten gegenüber dem IS ist mehr als hinlänglich bekannt. 

Trumps moralischer empörender Truppenrückzug bedeutet, dass sich im Nahen Osten niemand mehr auf die USA verlassen kann. Die USA holen für andere keine Eisen mehr aus dem Feuer. Die Kurden und andere werden sich, gejagt von den Türken, vielleicht dem Iran oder auch Assads Regime zuwenden. Für Israel hätte dies erhebliche Konsequenzen. So schreibt der Vizepräsident des Jerusalem Institute for Strategy and Security (JISS): „This would have serious consequences for Israel because it would remove the last barrier in northern Syria preventing a land bridge – a contiguous supply route – running from Iran through Iraq and Syria into Lebanon and ports on the Mediterranean Sea.“

Für Europa sind die mehrere tausend zählenden IS-Kämpfer, die zur Zeit noch in kurdischen Gefangenenlagern bewacht werden, ein hohes Risiko. Aus Europa nach Syrien kommend, kämpften sie für das IS-Kalifat. Gefährliche und üble Terroristen, nicht nur die Männer, mindestens so schlimm sind deren Frauen. Die Kurden werden ihre Kräfte im Kampf mit Erdogan konzentrieren müssen und die Gefangenenläger wohl aufgeben. Unzweifelhaft, dass die IS-Kämpfer sich dann auf den Weg nach Europa machen, vielleicht sogar den IS in Syrien wieder aufleben lassen.

Trumps überraschender Truppenrückzug aus Nordsyrien hat in Europa, aber auch in Washington einen Schock ausgelöst, der sogar die klimatischen Weltuntergangsszenarien von den Titelseiten der Zeitungen verdrängt. Die Kurden fühlen sich verraten und Erdogan freut sich ob seiner osmanischen Großmachtspläne. Obwohl es so aussieht wie eine undurchdachte Spontanität, die durchaus Potenzial hat, die Sicherheit im Nahen Ostens zu gefährden, ist der Truppenabzug doch nicht so überraschend. Voraus gegangen war eine längere Zeit des Lamentierens und ergebnislosen Diskutierens.

Trumps Entscheidung, die Truppen aus Nordsyrien abzuziehen, war  angekündigt. Und zeigt, dass es nicht klug ist, auf Amerika angewiesen zu sein oder sich dahinter verstecken zu können. Immer wieder weist Trump auf die Verantwortung Verbündeter hin. Mir dünkt, dass Europa das nicht nur im Nahen Osten gerne tut. So ist Europas Engagement eine Lösung für die von den Kurden inhaftierten IS-Kämpfer zu finden, mehr als zurückhaltend. Verständlich dass keiner diese gefährlichen Menschen will, aber einfach darauf zu vertrauen, die Kurden kümmern sich schon drum, ist bzw. war zu kurzsichtig. 

So tweete Trump am 9. Sept. 2019: „The United States has spent eight trillion dollars fighting and policing in the Middle East. Thousands of our great soldiers have  died or been badly wounded. Millions of people died on the other side. Going into the Middle East ist the worst decision ever made in the history of our country! We went to war under a false & now disprove premise, weapons of mass destruction. There were none! Now were are slowly & carefully bringing our great soldiers & military home. Our focus is on the big picture!…“ 

Es sind auch europäische Waffenlieferungen, die es Erdogan ermöglichen, in Nordsyrien einzumarschieren, um die Kurden zu bekämpfen. Man glaube aber nicht, dass es Erdogan bei den Kurden beläßt. So bombardierten türkische Kampfjets auch die  christliche Verteidigungsgruppe MFS in Nordsyrien und das christliche Viertel Bashiria in al-Qamishli. Es wird von vielen Toten berichtet. Gemeinsam mit Kurden kämpften sie gegen IS-Terroristen. Erdogans zögerliches, wenn nicht sogar unterstützendes Verhalten gegenüber dem IS ist mehr als hinlänglich bekannt. 

Trumps moralischer empörender Truppenrückzug bedeutet, dass sich im Nahen Osten niemand mehr auf die USA verlassen kann. Die USA holen für andere keine Eisen mehr aus dem Feuer. Die Kurden und andere werden sich, gejagt von den Türken, vielleicht dem Iran oder auch Assads Regime zuwenden. Für Israel hätte dies erhebliche Konsequenzen. So schreibt der Vizepräsident des Jerusalem Institute for Strategy and Security (JISS), Lerman: „This would have serious consequences for Israel because it would remove the last barrier in northern Syria preventing a land bridge – a contiguous supply route – running from Iran through Iraq and Syria into Lebanon and ports on the Mediterranean Sea.“

Für Europa sind die mehrere tausend zählenden IS-Kämpfer, die zur Zeit noch in kurdischen Gefangenenlagern bewacht werden, ein hohes Risiko. Aus Europa nach Syrien kommend, kämpften sie für das IS-Kalifat. Gefährliche und üble Terroristen, nicht nur die Männer, mindestens so schlimm sind deren Frauen. Die Kurden werden ihre Kräfte im Kampf mit Erdogan konzentrieren müssen und die Gefangenenläger wohl aufgeben. Unzweifelhaft, dass die IS-Kämpfer sich dann auf den Weg nach Europa machen, vielleicht sogar den IS in Syrien wieder aufleben lassen.

Für die USA-treuen Kurden bedeutet Trumps Entscheid ein historischen Verrat. Waren es doch die Kurden, die mit amerikanischer Hilfe erst das Sadam-Regime und dann das IS-Kalifat besiegt haben. Gegen Erdogans Panzer und Kampfjets haben sie keine Chance. 

Für die USA-treuen Kurden bedeutet Trumps Entscheid ein historischen Verrat. Waren es doch die Kurden, die mit amerikanischer Hilfe erst das Sadam-Regime und dann das IS-Kalifat besiegt haben. Gegen Erdogans Panzer und Kampfjets haben sie keine Chance. 

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