Karikaturen und Cartoons

von Roger Schmidt

Karikaturist Roger Schmidt

Leben nach der Arbeit

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Gibt es ein Leben nach der Arbeit? Das hängt von der religiösen Einstellung des Workaholics ab. Für den Buddhisten ist schon alles im Hier und Jetzt enthalten, er kann es nur nicht wahrnehmen, da dicke Aktenordner den Blick versperren. Hier hilft nur klare Sicht und Freude am Aktenvernichten.
Karikatur, Cartoon: Leben nach der Arbeit, © Roger Schmidt

Karikatur, Cartoon: Leben nach der Arbeit

Der Christ hat es etwas schwerer. Das Paradies ist ihm versprochen. Aber erstmal muss er seine Sünden bereuen. Der Beichtvater würde ja helfen, aber seit Calvin ist das Heil in der Arbeit zu finden und damit keine Zeit mehr für den Beichtstuhl.
Der Dschihadist glaubt an ein Leben nach der Arbeit – mit 99 Jungfrauen. Er sprengt sich in einem Augenblick der phantasievollen Hingabe an eine jener in die Luft. Was er allerdings übersehen hat, ist, dass der Koran den Selbstmord verbietet und das arme Schwein anschließend in der Hölle bis zum Ende aller Tage dazu verurteilt ist, die übrig gebliebenen Aktenschnipsel zusammen zu puzzeln.
Das Judentum ist wahrscheinlich die erste monotheistische Religion. Vorbei die Vielzahl der Götter, vorbei die Vielzahl der Chefs. Es kann nur einen geben! Aller Teamarbeit zum Trotz muss er sein Tagewerk alleine verrichten und wird deshalb nie fertig. So bleiben die Menschen bis heute unfertig und die Arbeit auch. Es gibt kein Leben nach der Arbeit.

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