Judenhass und Antisemitismus

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Judenhasser und Antisemiten trauen sich wieder aus ihren Löchern.
Karikatur, Cartoon: Judenhass und Antisemitismus © Roger Schmidt

Karikatur, Cartoon: Judenhass und Antisemitismus

Die antisemitischen Vorfälle nehmen kein Ende. Den Höhepunkt bildet der rechtsextreme Anschlag in Halle. Zwei ermordete Menschen. Zum Glück nicht mehr, muss man fast sagen, denn der Täter scheiterte an der Holztür der Synagoge. Wahllos erschoss er daraufhin zwei Menschen.

Zweifelsohne ein rechtsextremistischer Antisemit, der ein Blutbad in der Synagoge von Halle anrichten wollte. Vermutlich ein Einzeltäter, der nicht gerade im Besitz besonderer geistiger Kapazitäten zu sein scheint, dafür aber ein umso kaltblütigerer Mörder ist. Schufte und Schurken bilden immer nur die unterste Ebene. Antisemitismus macht vor Bildung, Religion oder sozialer Schicht keinen Halt. Durchdringt alle Ebenen. Hier ist der Fall einfach: rechtsextrem. Andere Formen bilden der linke Antisemitismus, der etwas feiner in der Form „Israelkritk“ daherkommt. Und dann der muslimische. Ebenfalls uralt, aber hierzulande erst langsam ins öffentliche Bewusstsein dringend.

So bedrohte vergangenen Freitag vor einer Synagoge in Berlin ein Syrer Sicherheitskräfte  mit einem Kampfmesser, rief „Allahu Akbar“ und „Fuck Israel!“. Obwohl der Vorfall offensichtlich war, lief der Täter, freigelassen von der Staatsanwaltschaft, kurze Zeit später wieder frei herum. Gefahr sei nicht in Verzug gewesen, hieß es, ein Haftgrund läge nicht vor.

Wahrscheinlich war die Tat von Halle die eines einzelnen Neonazis. Im Stile des Christchurch-Attentates mit Live-Cam aufgezeichnet, um zur Nachahmung aufzufordern. Dazu passt, dass sich in Deutschland Täter viel zu oft bestätigt fühlen dürfen. Bestätigt zum Beispiel durch ein Urteil, das es arabischen Airlines in Deutschland erlaubt, Juden den Zutritt  zu verweigern. Bestätigt durch das Versagen der Bundesregierung, eine antisemitische Terrororganisation wie die Hisbollah, die offen in Deutschland operiert, zu verbieten. 

„Einen gewaltbereiten Neonazi hindert man nicht an der Radikalisierung mit dem Boykott von Bio-Hirse, weil der Mühlen-Betreiber bei der AfD ist. Einen Antisemiten beeinflusst man auch nicht damit, dass man Rechte wie Rechtsliberale oder Rechtskonservative zu Rechtsextremisten erklärt, um diese dann zu „bekämpfen“. Wenn der „Kampf gegen rechts“ zu großen Teilen auf den falschen Plätzen und gegen die falschen Gegner ausgetragen wird, dann befördert er eher den Umstand, dass die wirklich gewalttätigen Neonazis das Radar öffentlicher Wahrnehmung unterfliegen und ihre Existenz von Nicht-Spezialisten erst nach solchen Bluttaten erkannt wird.“ (Peter Grimm, achgut.com, 10.10.2019)

Zum o.g. Zitat wäre noch hinzuzufügen, dass auch das Kuscheln eines Herrn Steinmeiers mit einem geradezu faschistischen Mullah-Regime ein Stück der Zündschnur ist.

Es bleibt der Eindruck, dass sich antisemitische Täter gegenseitig beflügeln. Für die Tat verantwortlich ist aber immer nur der Täter.

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