Karikaturen und Cartoons

von Roger Schmidt

Karikaturist Roger Schmidt

Happy Lockdown 2020

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Frohe Weihnachten hieß es früher, zum Jahre 2020 wird der Happy Lockdown ausgerufen.
Karikatur, Cartoon: Happy Lockdown 2020 © Roger Schmidt

Karikatur, Cartoon: Happy Lockdown 2020

Es gab Zeiten, da war das Weihnachtsfest verboten. In England unter Oliver Cromwell zum Beispiel. 1647 wurde es von den strenggläubigen Puritanern verboten. Für satte 13 Jahre traute sich kein Weihnachtsbaum mehr auf den Marktplatz. Was ein echter Puritaner war, der kannte kein Pardon. Ab war die Krone… 

Und heute? Oh, dieser Kommerz… das gruselt die noch übenden Jakobiner. Gott sei Dank, denken sie,  konnten wir ihn durch den Lockdown halbwegs einschränken. Ja, es stimmt, ein paar Händler jammern, aber das tun die immer. Von Amazon & Co. habe ich jedenfalls noch nicht gehört, dass die sich beklagen. 

Was die nörgelnden Kommerzminimalisten übersehen, wer Geschenke kauft, üblicherweise für andere, verzichtet. Um anderen eine Freude zu machen. Insofern, schenkt Euren Lieben was ihr wollt oder zu bekommen war. Happy Lockdown 2020!

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2 Antworten

  1. Also für Ungläubige, wie ich einer bin, war Weihnachten, vor allem mit viel Schee, ein gemütlich und besinnlicher Jahresausklang und speziell für mich der Beginn meines Lebens.

    So beeindruckten, der geschmückte Weihnachtsbaum im warmen Zimmer, der Duft von süßen Bäckereien und der kalte Schnee im Dadraußen meine ersten Wahrnehmungen zu tiefst.
    Jedes Jahr freute ich mich so vor allem auf den Schnee, der allen Schmutz des Jahres wieder in sauberes weiß zu kleiden vermochte. Ein geradezu seelischer Anblick, bis eben der Tau das Antlitz wieder zerstörte und die gnadenlose Realität zum Vorschein brachte.

    So war es wohl zunächst auch mein Glück, gerade nicht zu einem irrsinnigen Glauben erzogen worden zu sein, so das ich mich weitestgehend uneingeschränkt, eben nur im konsequent selbstbestimmenden Denken und Handeln entfalten konnte. Aber auch so waren genügend hausgemachte Konsequenzen zu beachten, nämlich in der Familie, in der Schule, im näheren Umfeld, im ganzen Land und so auch auf der ganzen Welt. Überall schienen vorallem Meinungen mein junges Leben zu bedrohen. Es dauerte fast ein ganzes Leben, solche Meinungen zu verstehen und so dann auch zuordnen zu können.

    Das Resultat ist niederschmetternd, so wie dieser Tage der weihnachtliche Jahresabend nieder geschmettert wurde, von den Irrläufern und Blindgängern im pervertierenden Wucher der Schuld, welcher unaufhaltsam, aber ganz individuell zunehmend, zu eingeschränktem und widersinnigem Denken und Handeln zwingt und so auch mein Leben negativ zu beeinflussen weiss. Selbst der Schnee hat sich schon vor Jahren zurück gezogen, weil er in der inzwischen höllischen Hitze der Schuld nicht mehr bestehen kann.

    So erinnere ich mich im Grunde hilflos an den damals so lustig, wie eigenartig klingenden Ausdruck des Schauspielers Theo Lingen, in meinen noch jungen Jahren.

    „Traurig, traurig, traurig…“

    1. Die Engländer ließen sich trotz Cromwells puritanischen Verbot das Feiern und Schenken nicht verbieten. Es kam sogar zu Plünderungen von Geschäften. Mir dünkt, Deutschland wäre das einzige Land, dass abschafft. Vielleicht gäbe es übergangsweise noch ein Tannenbaumfest, das würde aber bald im Feinstaub des Kulturmarxismus verschwinden…

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