Karikaturen und Cartoons

von Roger Schmidt

Karikaturist Roger Schmidt

Beratungsresistent in die Finanzkrise…

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Den Hintergrund für diese Finanzkrise bilden die Ausfälle von Kreditzahlungen, die im Frühjahr 2007 ihren Höhepunkt erreichten. Die ausstehenden Zahlungen für sogenannte „Subprime-Kredite" erreichten den bisher höchsten Stand der letzten Jahre. Ursache waren die kontinuierlichen Zinserhöhungen und parallel dazu der stetige Verfall der US-Immobilienpreise. Suprime heißt soviel wie „weniger als erstklassig" und steht für Bauherren, die eigentlich kein Geld für das eigene Häuslein hatten, aber trotzdem einen Kredit zur Verfügung gestellt bekamen. Aber jetzt, wo zunehmend weniger ihre Kredite bezahlen können, müssen die Banken die Verluste tragen - und daran pleite gehen. So wäre es normalerweise. Aber es gibt da leider viele Verflechtungen. So war der US-Finanzminister früher Chef von Goldman Sachs - und wer lässt schon seine alten Kollegen in Stich? Wovon sollen die für ihre Kinder Weihnachtsgeschenke kaufen, wenn der Staat, äh Steuerzahler, nicht unterstützend eingreift? Warum aber hierzulande ausgerechnet der Hypo Real Estate geholfen werden soll, ist mir unverständlich. Die haben sich einfach verzockt, übernommen oder wie man das auch immer nennen will.
Karikatur, Cartoon: Beratungsresistent in die Finanzkrise..., © Roger Schmidt

Karikatur, Cartoon: Beratungsresistent in die Finanzkrise…

Krisen gibt es immer wieder. So wie im Jahr 2000 mit der Internet-Euphorie. Da brach eine ganze Wirtschaftssparte in sich zusammen, die glaubte, mit Hoffnung alleine ließe sich Geld verdienen. Willkommen in der Wirklichkeit… Und immer wieder sind es die gleichen Muster. Am Anfang gibt es eine besondere wirtschaftliche Situation. Eine Erfindung, ein neues Produkt. Im Falle der Immobilienkrise war es der Handel mit Hypothekenkrediten. Eine ganze Wirtschaft blühte auf. Und die Kurse für diese Papiere stiegen, weil die Anleger viel Geld hatten, zum Beispiel weil die Zentralbanken die Zinsen niedrig hielten und das Geld damit zum Spekulieren benutzt wurde. Und wie in jeder Finanzkrise gibt’s irgendwann einen klei-nen Piekser, einen kleinen Stich, und die ganze Base platzt. Dann werden alle panisch und verkaufen ihre Papiere – das Kartenhaus bricht in sich zusammen.
Die Frage, die mir dabei auf der Zunge liegt, warum wiederholt sich das ganze Krise für Krise? Nur weil wir so doof sind und nur aus unseren eigenen, selbstgemachten Fehlern ler-nen? Kommt nur dann, wenn es weh tut, die Einsicht? Kann man nicht aus der Erfahrung anderer lernen? Beobachtungen zeigen, dass erfahrene Händler deutlich weniger Blasen blubbern lassen – es sei denn, sie sind beratungsresistent, vor Gier…

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