Autonome Hausbesuche Leipziger Art

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Autonome Hausbesuche, oder genauer: in der Vorweihnachtszeit zündet man nicht nur Kerzen an.
Karikatur, Cartoon: Autonome Hausbesuche Leipziger Art © Roger Schmidt

Karikatur, Cartoon: Autonome Hausbesuche Leipziger Art

Leipzig, eine Stadt, in der 2019 fast 55 Prozent linksgrün wählten, hat Probleme mit seinen Linken*innen. Über die Jahre in autonomen Schutzzonen wohlgenährt grossgezogen, hat sich das Recht in dieser Stadt, wie die Brandanschläge der letzten Zeit zeigen, zurückgezogen. Mit dem autonomen Hausbesuch linker Schläger bei einer leitenden Angestellten der Immobilienfirma Wassermühle und der zugehörigen blutigen Gesichtsbehandlung ist eine neue Stufe der Gewalt erreicht. Fleißige Relativierer werden das Attentat mit Verweis  auf die rechtsextremen Morden in Dresden und Kassel herunterspielen wollen, aber das Ganze hat nur insofern etwas miteinander zu tun, als dass es um Gewalt und Extremismus geht. Wobei bei rechter Gewalt nicht nur zu Konzerten aufgerufen, sondern die ganze Staatsgewalt, inklusive neu eingerichteter Denunziantentelefone, aufgeboten wird.

Nun scheint der Stadtteil Connewitz das Habitat jener linker Schläger, zugehöriger Sympathisanten und anderer Autonomer zu sein. Wir können davon ausgehen, dass diese nicht zu den bevorzugten Mietern jener Immobiliengesellschaft gehören, wohl vielmehr, aber das ist nur meine Spekulation, eher solche aus dem linksgrünen Wohlstandsmilieu, die ihr schlechtes Sozialgewissen durch entsprechende Kreuzchen auf dem Wahlzettel beruhigen.

Solche Schlägertrupps haben schon etwas besonderes. In der ihnen eigenen Auffassung ist „Connewitz ein Ort des Widerstandes gegen die kapitalistische Verwertung, rassistische Ausgrenzung und staatlichen Terror. Ein Rückzugsort für Menschen die sich an feministischen und sozialen Kämpfen beteiligen“. Ich will hier nicht soweit gehen, diese gewaltanwendenden Gruppierungen mit faschistischen gleichsetzen zu wollen, schließlich sehnen sich letztere nach einer starken, anbetbaren Autorität und die ist bei autonomen Gruppen höchstens in Form verehrter sozialistischer Ideologien vorhanden. Vielmehr ist denen das Kapital in seiner grundsätzlichen Beschaffenheit ein Dorn im Auge. Und alle die diesem dienen, sind von Grund auf schlecht. Da darf man schon mal mit einer Gesichtsbehandlung für eine neue Blickrichtung sorgen… Sind denn nicht Kuba, Venezuela, die alte DDR, Pol Pot, Stalin und all die anderen roten Helden lobenswerte Beispiele? Jaja, die haben‘s alle nicht richtig gemacht, das ist*war kein Sozialismus. Nur erzählen sie sich dieses Märchen schon seit hundert Jahren…

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