Conflict free material

Karikatur, Cartoon: Conflict free material, © Roger Schmidt

Bisher war mir dieses Thema gar nicht so bewusst. Bis ich die Tage einen Artikel in der FAZ las, der über die Tragödie im Kongo berichtete. „Conflict free material“ , das steht für „konfliktfreie Rohstoffe“. Ein neues Zertifikat, dass amerikanische Firmen verpflichtet, Verbraucher über die Herkunft der eingesetzten Rohstoffe für elektronische Geräte zu informieren. Allerdings soll es ein leichtes sein, ein solches Zertifikat zu bekommen. Ein wenig Bakschisch färbt jedes Blatt mit Tinte…

Das Ziel dieses Zertifikats – „Conflict free material“ – ist die Selbstkontrolle der Industrie um damit beim Verbraucher Vertrauen aufzubauen und dessen Gewissen zu beruhigen. Wer möchte schon ernsthaft wissen, dass in seinem Handy Rohstoffe verbaut sind, die blutige und grausame Bürgerkriege auslösen oder Verbrecherbanden auf die Idee bringen , Sklaven zum Abbau der Rohstoffe einzusetzen? Im Kongo werden Dörfer, die sich weigern niedergebrannt, Menschen vertrieben, verstümmelt und ermordet.